Eine halbe Stunde lang zeigt der FC Wohlen eine Gala-Vorstellung und geht 3:0 in Führung. Danach stellen die Freiämter den Betrieb ein und hätten eigentlich dafür eine Niederlage verdient. «Es ist enttäuschend», sagt Captain Aban Pnishi.
Stefan Sprenger
Hauptdarsteller in der Anfangsphase war Nathan Kisisa Kahumba. Der Stürmer trifft erst in der 12. Minute per Penalty. Er wurde zuvor selbst gefoult. Nach 28 Minuten erzielt er per Direktabnahme sehenswert das 2:0. Es war das 15. Saisontor für den 24-jährigen Franzosen. Und es kommt noch besser: Nach einer halben Stunde trifft Marijan Urtic zum 3:0. «Bis dahin haben wir super Fussball gespielt. Zugegeben, es war auch ein wenig Spielglück dabei», sagt FCW-Captain Alban Pnishi. Die Freiämter haben alles im Griff. Die Reaktion auf das 0:6-Debakel gegen Thun U21 fällt heftig aus. Positiv. Die Spielfreude ist riesig.
Völlig von der Rolle
Doch dann geschieht etwas in den Köpfen der Wohler. Der Betrieb wird fast gänzlich eingestellt. Man erlaubt sich Konzentrationsschwächen und viele Fehler. Wohlens Kerem Kursun erlaubt sich kurz vor der Pause einen Riesenbock, passt aus dem eigenen Strafraum zu Manuel Kühne. Der Köniz-Akteur schlenzt die Berner zurück ins Spiel (3:1). «Ohne jeglichen Grund lassen wir den Gegner zurück ins Spiel kommen. Wir waren leider zu selbstsicher», sagt Pnishi. Urtic meint: «Wir haben zwei, drei Gänge zurückgeschaltet. Und dieses Anschlusstor vor der Halbzeit war der mentale Knick. Wir haben den Schalter danach nicht mehr umlegen können.»
In der zweiten Halbzeit ist der FC Wohlen völlig von der Rolle. Es wird nicht mehr gekämpft, nicht mehr gerannt. Lustlosigkeit macht sich breit. Kein Spieler scheint jetzt Spass am Fussball zu haben.
Quelle: Wohler Anzeiger