FC Wohlen Damen – Eine Vorrunde mit vielen Hochs und nur wenigen Tiefs

Eine bewegte Vorrunde liegt hinter der ersten Frauenmannschaft des FC Wohlen in der 3. Liga des Aargauischen Fussballverbandes. Nach zehn Spielen und der damit abgeschlossenen Halbserie belegt die Mannschaft des Trainergespanns Ünal/Strebel den dritten Tabellenrang, punktgleich mit dem FC Fislisbach, der ebenfalls bei 19 Punkten, jedoch erste bei acht ausgetragenen Spielen steht. Für die Fislisbacherinnen kam die verordnete Corona-Pause zu früh, sodass die ausstehenden Spiele vorerst verschoben werden.

Nach einer kurzen Vorbereitung, in der der SC Cham gleich mit 7:2 geschlagen werden konnte, startete die Saison harzig für die junge Truppe. Dem späten und nervenaufreibenden 3:3-Unentschieden im Auftaktspiel beim FC Gränichen folgte eine 0:3-Niederlage zu Hause gegen die angesprochenen Fislisbacherinnen.

Erst im fünften Saisonspiel gelang den Frauen der erste Saisonsieg. Beim 2:1 gegen den FC Turgi zeichnete sich die inzwischen leider zurückgetretene Diana Vincenzi als Doppeltorschützin aus. Dies war der Auftakt zu einer bis zum Vorrundenende andauernden Serie ohne jegliche Niederlage, die nur durch die knappe 4:3-Niederlage beim FC Beinwil am See im 1/4–Final des Aargauer Cup unterbrochen wurde. Im 1/8–Final hatte man noch Ligakonkurrent Entfelden glatt mit 4:0 ausgeschaltet.

Dazwischen konnte man Vollerfolge auswärts im Derby beim FC Muri, gegen Seengen, Aarau und Schlusslicht Erlinsbach feiern, ehe die Vorrunde mit einem 1:1-Unentschieden endete.

Die Bilanz sieht mit fünf Siegen, vier Unentschieden und einer Niederlage natürlich positiv aus, auch wenn der ein oder andere Sieg mehr im Bereich des Möglichen gelegen hätte. Besonders in den ersten Saisonspielen liess man den ein oder anderen Punkt liegen, weil es an der Chancenverwertung mangelte. Dieser Umstand führte leider auch zum frühen Aus im Aargauer Cup. Beim 3:4 in Beinwil verschlief man die ersten 30 Minuten, kämpfte sich dann jedoch noch einmal heran und hatte mehrere gute Chancen die Partie noch zu drehen, musste sich am Ende jedoch aufopferungsvoll kämpfenden Beinwilerinnen geschlagen geben. Das Spiel vor rund 200 Zuschauer*innen geht sicher ein in die Historie dieses Wettbewerbs.

Dennoch hat die Mannschaft in den Monaten vor der erneuten Corona-Pause eine starke Entwicklung genommen. Die aus der Juniorinnenabteilung nachgerückten Spielerinnen wurden vom Trainerduo Ünal/Strebel und von den alteingesessenen Spielerinnen gut integriert. Letztere konnten alle ihr Niveau aus den vorangegangenen Saisons mindestens halten und die Jungen mit ihrer Erfahrung unterstützen.

Für die Rückrunde darf der Blick in einer engen Liga durchaus nach oben gehen. Tabellenführer Entfelden hat zwar schon einen Vorsprung von vier Punkten und ein Spiel weniger auf dem Konto, wurde aber im Aargauer Cup von den Wohlerinnen mühelos geschlagen und auch beim 3:3 in der vierten Runde wäre durchaus ein Vollerfolg möglich gewesen. Spielerisch ist die Mannschaft auf einem sehr guten Weg und konnte sich auch im taktischen Bereich noch einmal stark verbessern. Wenn man es in der Rückrunde schafft auch Konstanz in die eigenen Leistungen zu bringen, dann ist ein Schlussrang unter den Top Drei möglich.